Frisch gezapftes Düsseldorfer Altbier im geraden Becherglas

Altbier Quiz: 20 Fragen zum Düsseldorfer Alt

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In Düsseldorf bestellt man kein Bier, man bestellt ein Alt. Dunkel, obergärig, kräftig gehopft, in einem geraden Glas, das kleiner ist, als die meisten erwarten. Wer hier lebt, trinkt es. Wer hier lebt, weiß aber nicht unbedingt, warum es so heißt, wieso der Köbes ungefragt nachschenkt und was ein Sticke ist.

Zwanzig Fragen zu Brauart, Gläsern, Brauhäusern und Sonderbieren. Drei Antworten je Frage, eine stimmt. Die Auflösung steht unter dem Quiz, eingeklappt.


Die zwanzig Fragen

Altbier Quiz

Zwanzig Fragen rund um das Düsseldorfer Alt. Brauart, Gläser, Brauhäuser, Köbes und Sonderbiere. Drei Antworten je Frage, eine stimmt.

1 / 20

Woher hat das Altbier seinen Namen?

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Wann wurde der Begriff „Altbier“ geprägt?

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Bei welcher Temperatur arbeitet die obergärige Hefe beim Altbier?

4 / 20

Wie viel Alkohol hat ein normales Düsseldorfer Alt?

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Woher kommt die dunkle Farbe des Altbiers?

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In welchem Glas kommt das Alt in Düsseldorf auf den Tisch?

7 / 20

Was heißt es, wenn ein Gast den Bierdeckel auf sein Glas legt?

8 / 20

Woher kommt das Wort Köbes?

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Woran erkennt man den Köbes im Brauhaus?

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Welche vier Hausbrauereien prägen die Düsseldorfer Altstadt seit jeher?

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Woher hat das Uerige seinen Namen?

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Seit wann trägt die Brauerei an der Berger Straße den Namen Uerige?

13 / 20

Woher hat das Füchschen seinen Namen?

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Was unterscheidet Altbier vom Kölsch?

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Welche der vier alten Düsseldorfer Hausbrauereien ist die kleinste?

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Welche Hausbrauerei der Düsseldorfer Altstadt ist die jüngste?

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Wie oft im Jahr gibt es das Uerige Sticke?

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Was bedeutet „stickum“ im Rheinischen?

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Wann schenkt Schumacher sein Latzenbier aus?

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Wer machte das Altbierlied von 1978 bundesweit bekannt?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl ist 90%


Auflösung: die Hintergründe im Einzelnen, erst nach dem Quiz öffnen

Warum es Altbier heißt

Nicht, weil es alt wäre. Der Name kommt von der alten Brauart. Als im 19. Jahrhundert die untergärigen Lagerbiere aus Bayern und Böhmen ins Rheinland kamen, brauchte das, was hier seit jeher gebraut wurde, einen Namen. Geprägt wurde der Begriff um 1800. Obergärige Hefe arbeitet bei 13 bis 19 Grad und braucht keine Kühltechnik, untergärige will es deutlich kälter. Die dunkle Farbe kommt vom Röstmalz, der Alkohol liegt bei vier bis fünf Prozent.

Das Glas und der Köbes

Das Alt kommt im geraden Becher mit 0,2 bis 0,25 Litern. Die kleine Menge ist kein Geiz, sondern Methode. So bleibt das Bier kalt und die Kohlensäure drin. Der Köbes verdankt seinen Namen einem Vornamen. Köbes ist die rheinische Kurzform von Jakob, so wie aus Josef ein Jupp wird. Im 18. und 19. Jahrhundert hießen in den Brauhäusern so viele Kellner Jakob, dass der Vorname zur Berufsbezeichnung wurde. Erkennen kann man ihn an der blauen Leinenschürze mit der Ledertasche. Ist das Glas leer, stellt er ungefragt ein volles hin. Wer das nicht will, legt den Bierdeckel auf das Glas. Das ist keine Höflichkeitsfloskel, das ist das Zeichen.

Die Brauhäuser

Vier alte Häuser prägen die Altstadt. Das Uerige an der Berger Straße trägt seinen Namen seit 1862, nach dem Wirt Wilhelm Cürten, den seine Stammgäste „uerig“ nannten, also schlecht gelaunt. Das Füchschen an der Ratinger Straße verdankt seinen Namen einem geschnitzten Fuchs, der früher die Hausnummer ersetzte. Dazu kommen Schumacher und Zum Schlüssel, das kleinste der vier. Das fünfte und jüngste Haus ist die Brauerei Kürzer, die 2010 aufgemacht hat.

Sticke, Latzenbier und der Rest

Das Uerige Sticke gibt es zweimal im Jahr, am dritten Dienstag im Januar und im Oktober. „Stickum“ heißt im Rheinischen heimlich. Schumachers Latzenbier kommt am dritten Donnerstag im März, September und November ins Glas. Und das Altbierlied von 1978 stammt von Hans Ludwig Lonsdorfer. Bundesweit bekannt wurde es erst 1986, durch die Fassung der Toten Hosen.

Alt und Kölsch

Die Frage, an der die meisten scheitern. Beide sind obergärig. Der Unterschied steckt im Malz, dunkel beim Alt, hell beim Kölsch und im Glas. Wer also glaubt, die Rivalität liege in der Gärung, liegt falsch. Sie liegt woanders.


Mehr zum Altbier

Wer es ausführlicher mag: Altbier: Warum es so heißt und wo man es trinkt erzählt dieselbe Geschichte in Ruhe. Alle Quizze stehen unter Quizzes, darunter vier zu Düsseldorf, zwei zur Fortuna und zwei zur DEG.

Quellen

  • Uerige, Historie: die Brauerei nennt den 4. Januar 1862 als Tag, an dem Wilhelm Cürten das Haus übernahm, und den Spitznamen „der uerige Willem“
  • Brauerei Schumacher: Gründung 1838, nach eigener Angabe die älteste Hausbrauerei Düsseldorfs, dazu die Latzenbier-Termine am dritten Donnerstag im März, September und November
  • Im Füchschen, Geschichte: der geschnitzte Fuchs anstelle einer Hausnummer, der Name Füchschen Alt seit 1848 und die Familie König seit 1908
  • Zum Schlüssel, Brauerei: Brauerei seit 1850, der Schlüssel des Stadttors als Namensgeber und die Familie Gatzweiler seit 1936
  • Brauerei Kürzer: das jüngste Haus der Altstadt

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