Seit 1969 misst der Deutsche Wetterdienst in Düsseldorf jeden Tag die Temperatur, die Regenmenge und die Sonnenstunden. Aus diesen Tageswerten lässt sich ablesen, was sich verändert hat und was gleich geblieben ist. Die Zahlen hier kommen aus der amtlichen Messreihe und werden täglich aktualisiert.
Das Jahr 2026 bisher
Stand: 04.09.2026. Werte des laufenden Jahres sind vorläufig.
Jahresmitteltemperatur seit 1970
Der Mittelwert aller Tage eines Jahres, in Grad Celsius. Der letzte Punkt ist das laufende Jahr.
Tage ab 30 Grad, Jahr für Jahr
Ein Balken je Jahr, gezählt wird jeder Tag mit mindestens 30 Grad. Die gestrichelte Linie ist der Mittelwert 1991 bis 2020.
Regen im Jahr
Millimeter je Jahr. Die gestrichelte Linie ist der Mittelwert 1991 bis 2020.
Die Rekorde dieser Messreihe
Station Lohausen, ab 1970. Ältere Aufzeichnungen und andere Stationen können andere Werte nennen.
- Höchste Temperatur: 40,7 Grad am 25.07.2019.
- Tiefste Temperatur: -20,8 Grad am 02.01.1997.
- Wärmstes volles Jahr: 2022 mit 12,4 Grad im Mittel.
- Kühlstes volles Jahr: 1996 mit 9,0 Grad im Mittel.
- Meiste Tage ab 30 Grad in einem vollen Jahr: 22 im Jahr 1995.
Zum Einordnen: in den vollen Jahren lag das Jahresmittel zwischen 9,0 und 12,4 Grad, die Zahl der Tage ab 30 Grad zwischen 1 und 22.
Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, Station 01078 Düsseldorf, Lizenz CC BY 4.0, eigene Berechnung. Das laufende Jahr wird täglich nachgezogen.
Wo gemessen wird
Die Station steht in Lohausen am Flughafen und trägt die Nummer 01078. Gemessen wird auf freier Fläche im Norden der Stadt, nicht zwischen Häusern. Bis 1996 maß der Wetterdienst auch am Südfriedhof. In den 27 gemeinsamen Jahren waren die Höchstwerte an beiden Stellen praktisch gleich, die Nächte lagen in der Stadt gut ein Drittel Grad höher. Wo Lohausen liegt, zeigt die Karte der Stadtteile.
Zwei Normalperioden im Vergleich
Ein einzelnes Jahr sagt wenig, es kann heiß oder nass ausfallen, ohne dass das etwas bedeutet. Der Wetterdienst rechnet deshalb in Abschnitten von dreißig Jahren.
| 1971 bis 2000 | 1991 bis 2020 | Unterschied | |
|---|---|---|---|
| Jahresmitteltemperatur in Grad | 10,6 | 11,1 | +0,5 |
| Tage ab 25 Grad | 35,5 | 43,0 | +7,5 |
| Tage ab 30 Grad | 7,8 | 10,2 | +2,4 |
| Nächte ab 20 Grad | 1,1 | 1,5 | +0,4 |
| Frosttage | 49,8 | 52,1 | +2,3 |
| Eistage, durchgehend unter null | 7,4 | 5,7 | -1,6 |
| Niederschlag in Millimetern | 768,3 | 750,7 | -17,6 |
| Tage mit Regen | 131,3 | 127,9 | -3,4 |
| Tage mit mehr als 20 Millimetern | 3,4 | 3,3 | -0,1 |
| längste Strecke ohne Regen, in Tagen | 19,8 | 19,7 | -0,1 |
| Sonnenstunden | 1533,9 | 1591,7 | +57,8 |
Die Richtung ist eindeutig, aber nicht überall gleich stark. Am deutlichsten ändern sich die warmen Tage.
Was diese Zahlen können und was nicht
Wir sind keine Klimaforscher. Wir schauen uns die Zahlen für Düsseldorf an, mehr nicht.
Ein einzelnes Jahr sagt wenig. Beim Jahresmittel liegen die Jahre dicht beieinander, da ist der Schnitt ein guter Anhaltspunkt. Bei den Hitzetagen schwankt es dagegen stark, von einer Handvoll bis über zwanzig. Erst der Vergleich zweier Dreißigjahresperioden zeigt die Richtung. Die Spannen stehen oben unter den Rekorden.
Was nicht ins Bild passt
Die Frosttage sind zwischen den beiden Zeiträumen nicht zurückgegangen, sie liegen sogar leicht höher. Das klingt widersprüchlich und ist doch richtig: einzelne kalte Winter in den Neunzigern und Zweitausendern ziehen den Schnitt hoch. Erst im Jahrzehnt seit 2020 fällt der Wert deutlich.
Klarer zeigen es die Eistage, an denen es auch mittags unter null bleibt. In den Siebzigern waren es im Schnitt sieben im Jahr, seit 2020 sind es zwei. Wer wissen will, ob ein Winter kalt war, zählt besser diese Tage als die Frostnächte.
Beim Regen bleibt alles beim Alten
Während es wärmer wird, rührt sich beim Regen fast nichts. Im Schnitt fallen 751 Millimeter im Jahr, rund 18 weniger als in den dreißig Jahren davor. Die Zahl der Regentage ist von 131 auf 128 gesunken. Die Tage mit mehr als 20 Millimetern sind gleich geblieben, und die längste Strecke ohne Regen liegt weiter bei knapp 20 Tagen.
Das heißt nicht, dass jedes Jahr gleich ausfällt. 2023 kamen 1.118 Millimeter zusammen, 1976 nur 527, also nicht einmal die Hälfte. Am längsten trocken blieb es 2011 mit 38 Tagen am Stück. Von Jahr zu Jahr schwankt es also stark, im Mittel aber bleibt der Regen, wo er war.
Für den Rhein zählt ohnehin nicht, was in Düsseldorf fällt, sondern was in den Alpen und in den Mittelgebirgen ankommt.
Was das mit dem Rhein zu tun hat
Ein warmer, trockener Sommer steht selten allein. Wenn wochenlang der Regen ausbleibt, sinkt der Fluss. Am Rheinpegel lässt sich das Tag für Tag mitlesen. Umgekehrt hebt ein nasser Winter im Einzugsgebiet den Pegel, lange bevor es in Düsseldorf auffällt.
Woher die Zahlen kommen
Alle Werte stammen aus dem Climate Data Center des Deutschen Wetterdienstes. Das Archiv der abgeschlossenen Jahre wird einmal jährlich neu veröffentlicht. Die Datei mit den letzten Monaten schreibt der Wetterdienst jeden Morgen neu, sie reicht bis zum Vortag. Das laufende Jahr holt diese Seite einmal am Tag.
Die Werte des laufenden Jahres sind vorläufig. Sie haben die jährliche Qualitätsprüfung noch nicht durchlaufen und können sich nachträglich leicht ändern.
Quellen
- Diese Seite ist ein privates Projekt und kein Angebot des Deutschen Wetterdienstes. Die Daten kommen von dort, die Darstellung nicht.
- Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center: Tageswerte der Station 01078 Düsseldorf, Archiv und laufende Datei.
- Rechtliche Hinweise des DWD: die Geodaten stehen unter der Lizenz Creative Commons BY 4.0, die Quelle ist zu nennen.
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